Fertiges Bad in Travertinoptik mit bodengleicher Dusche und wandhängendem Waschbecken

Referenzprojekt

Neue Leitungen, neue Bäder – Sanierung im Bestand

Der größte Teil dieser Sanierung ist heute unsichtbar: neue Trinkwasser-, Abwasser- und Elektroleitungen durch das ganze Gebäude. Sichtbar sind nur das Ergebnis – zwei neue Bäder, neue Böden, eine neue Heizzentrale.

Projektart
Sanierung im Bestand – Leitungen, Bäder, Böden
Leistungen
Rückbau, Sanitär- und Heizungsinstallation, Elektro, Trockenbau, Fliesenarbeiten, Bodenbeläge, Malerarbeiten
Umfang
Neue Steigstränge über mehrere Geschosse bis ins Dachgeschoss
Besonderheit
Zwei komplett neue Bäder, neue Heizzentrale mit Speicher

Bei einer Sanierung im Bestand entscheidet sich der Aufwand selten an dem, was man später sieht. Er entscheidet sich an den Leitungen.

In diesem Gebäude wurde die komplette Installation erneuert: Trinkwasser, Abwasser, Elektro. Das bedeutet Wände aufstemmen, Steigstränge über mehrere Geschosse neu führen, jeden Anschlusspunkt neu setzen – bis hinauf in den Dachraum, wo die Leitungen zwischen der alten Holzkonstruktion verlaufen.

Die Bilder aus dieser Phase sind nicht schön. Sie zeigen offene Wände, Bruchsteinmauerwerk, rote und blaue Schutzrohre, Vorwandelemente vor rohem Putz. Aber sie zeigen den Teil der Arbeit, der darüber entscheidet, ob eine Sanierung dreißig Jahre hält oder in fünf Jahren wieder aufgemacht wird.

Am Ende stehen zwei neue Bäder, eine neue Heizzentrale mit Puffer- und Warmwasserspeicher und Wohnräume mit Eichendielen – die sichtbare Hälfte desselben Projekts.

Von der offenen Wand bis zum fertigen Raum

Sieben Phasen, ein Gebäude.

Alle Bilder stammen aus diesem Projekt. Zum Vergrößern anklicken.

Phase 01

Rückbau

Zuerst kommt alles raus: Sanitärobjekte, alte Leitungen, Putz an den Stellen, an denen neu geführt wird. Erst wenn die Wand offen ist, zeigt sich, was wirklich verbaut wurde – hier unter anderem Bruchsteinmauerwerk, in das keine Leitung ohne Weiteres hineinpasst.

Phase 02

Neue Leitungen

Trinkwasser in Grün, Abwasser in Grau, Schutzrohre in Rot und Blau: Jede Leitung wird neu geführt und jeder Anschlusspunkt neu gesetzt. Die Vorwandelemente stehen, bevor irgendetwas geschlossen wird – ihre Position legt fest, wo später WC, Waschtisch und Dusche sitzen. Verschieben lässt sich das danach nicht mehr.

Phase 03

Bis unters Dach

Die Steigstränge laufen bis in den Dachraum. Dort gibt es keine gemauerten Wände mehr, sondern eine alte Holzkonstruktion – die Leitungen werden an ihr entlang geführt und die Vorwandelemente auf den Bestand abgestimmt, statt umgekehrt.

Phase 04

Die neue Heizzentrale

Neue Gastherme, dazu ein Puffer- und ein Warmwasserspeicher. Die Verteilung darüber ist der Punkt, an dem die neuen Stränge zusammenlaufen – sie muss zugänglich bleiben und absperrbar sein, damit später einzelne Bereiche gewartet werden können, ohne das ganze Haus abzustellen.

Phase 05

Bad in Travertinoptik

Bodengleiche Dusche mit deckenbündiger Regenbrause, halbhohe Wandfliese in warmem Travertinton, darüber weiß. Der Duschbereich ist leicht abgesetzt, die Ablaufrinne sitzt an der Wand. Das Waschbecken hängt frei, damit der schmale Raum nicht zusätzlich verstellt wird.

Phase 06

Bad in Betonoptik

Das zweite Bad liegt unter der Schräge und arbeitet mit demselben Prinzip: halbhohe Fliese in Betonoptik, darüber weiß, bodengleiche Dusche am Ende des Raums. Die Vorwand nimmt Spülkasten und Anschlüsse auf und bildet gleichzeitig die Abtrennung zum Waschtisch.

Phase 07

Die Wohnräume

In den Wohnräumen liegen Eichendielen mit sichtbarer Astung, dazu neue Heizkörper unter den Fenstern und Fensterbänke aus Holz. Die Wände sind gespachtelt und gestrichen – ruhige Flächen, auf denen der Boden wirken kann.

Was das Projekt zeigt

Die teuerste Sanierung ist die zweite.

Man kann ein Bad neu fliesen, ohne die Leitungen anzufassen. Das geht schneller, kostet weniger und sieht am Ende genauso aus.

Nur hält es nicht. Alte Trinkwasserleitungen setzen sich zu, alte Abwasserleitungen werden undicht, alte Elektroleitungen entsprechen keinem aktuellen Standard. Wenn eine davon in fünf Jahren aufgibt, wird genau die Fläche wieder aufgemacht, die man gerade erst geschlossen hat.

Deshalb geht bei uns die Installation vor der Optik – auch wenn die Bilder aus dieser Phase niemand aufhängen würde.

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