Fertiges Hauptbad mit freistehender Wanne, Fensterband und wandhängendem Waschtisch in Greige

Referenzprojekt

Hauptbad einer Kernsanierung in Mühlacker-Dürrmenz

Das Hauptbad aus unserer Kernsanierung in Dürrmenz – hier noch einmal für sich. Ein einziges Material läuft über Wand, Boden, Duschbank und Waschtisch. Alles andere ist Licht.

Ort
Mühlacker-Dürrmenz
Projektart
Hauptbad aus einer Kernsanierung
Leistungen
Trockenbau, Verbundabdichtung, Fliesen- und Natursteinarbeiten, Sanitär, Licht
Material
Großformat in Greige – an Wand, Boden, Sitzbank und Waschtisch
Besonderheit
Becken aus der Waschtischplatte gearbeitet, zwei beleuchtete Wandnischen

Dieses Bad ist Teil unserer Kernsanierung in Mühlacker-Dürrmenz – dort steht es zwischen zwölf anderen Gewerken. Hier bekommt es eine eigene Seite, weil es das Stück Arbeit ist, auf das wir am liebsten zeigen.

Der Raum kommt mit einem einzigen Material aus. Dieselbe großformatige Platte in warmem Greige läuft über die Wände, über den Boden, über die gemauerte Sitzbank in der Dusche und über den Waschtisch. Es gibt keinen Materialwechsel im ganzen Bad – und damit auch keine Kante, an der ein Wechsel eine Ungenauigkeit verdecken könnte.

Das Becken im Waschtisch ist nicht eingesetzt, sondern aus der Platte gearbeitet: eine flache Mulde mit umlaufender Kante, ohne eine einzige Fuge. Die Armaturen kommen aus der Wand und vom Boden, damit auf den Flächen nichts steht.

Was den Raum trägt, ist das Licht. Zwei durchlaufende Linien in der Decke, eine Voute an der Schräge und zwei lange, hinterleuchtete Wandnischen – eine in der Dusche, eine an der Wannenwand. Genau deshalb musste jede Fläche in diesem Bad eben sein: Streiflicht zeichnet jede Welle nach.

Vom Rohbau zum Ergebnis

Drei Schritte, ein Raum.

Alle Bilder stammen aus diesem Bad. Zum Vergrößern anklicken.

Schritt 01

Der Raum entsteht

Zuerst steht der Rohbau: Trockenbau mit imprägnierten Platten, das Fensterband an der Längsseite, der Bautrockner in der Mitte. Die Wandnische wird ausgeschnitten, bevor die Fläche geschlossen wird – ihre Position ist zu diesem Zeitpunkt schon auf das spätere Fugenraster abgestimmt.

Schritt 02

Was man später nicht mehr sieht

Die Duschrinne sitzt im Boden, bevor abgedichtet wird. Darauf kommt die Verbundabdichtung an Wand und Boden, mit Dichtband in jeder Ecke und an jeder Durchdringung. Am Boden entkoppelt eine Matte den Belag vom Untergrund – notwendig, weil darunter die Fußbodenheizung arbeitet. Dieser Teil entscheidet über die Lebensdauer des Bads und ist auf keinem der schönen Bilder zu sehen.

Schritt 03

Das fertige Bad

Freistehende Wanne unter dem Fensterband, bodenstehende Armatur im Bronzeton. Rechts der wandhängende Waschtisch mit dem aus der Platte gearbeiteten Becken. Hinter der Trennwand die bodengleiche Dusche mit gemauerter Sitzbank, deckenbündiger Regenbrause und wandbündiger Rinne. Beide Wandnischen sind hinterleuchtet – die Zuleitungen dafür lagen, bevor die erste Platte klebte.

Was das Projekt zeigt

Ein Material verzeiht nichts.

Ein Bad mit mehreren Materialien hat an jedem Wechsel eine Kante, an der man ausgleichen kann. Ein Bad aus einem Material hat diese Kanten nicht.

Hier läuft dieselbe Platte über Wand, Boden, Sitzbank und Waschtisch. Jede Fuge muss über Ecken und Baukörper fluchten, jede Nische im Raster sitzen, jede Fläche eben sein – weil das Licht flach darüber streift und alles andere sofort zeigen würde.

Der Aufwand dafür liegt nicht in der letzten Woche, sondern in der ersten: im Untergrund, in der Abdichtung, in der Leitungsführung und im Fugenplan. Was man am Ende sieht, ist die Summe von Entscheidungen, die lange vorher gefallen sind.

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