
Referenzprojekt
Bodengleiche Duschen im Großformat
Fünf Duschen aus verschiedenen Bädern – und fünfmal dieselbe Reihenfolge: Gefälle, Abdichtung, Rinne, dann erst die Platte. Was man am Ende sieht, entscheidet sich vorher.
Eine bodengleiche Dusche ist kein Ausstattungsdetail, sondern ein Bauteil. Unter der sichtbaren Fläche liegen Gefälleestrich, Verbundabdichtung, Dichtbänder an jeder Ecke und die Rinne mit ihrem Anschluss an den Untergrund.
Erst danach kommt die Platte. Und dort entscheidet sich, ob eine Dusche ruhig wirkt: Läuft die Fuge über Wand und Boden durch? Sitzt die Nische im Raster oder daneben? Steht an der Kante eine Gehrung oder eine Schnittfläche?
Diese Seite zeigt fünf Duschen aus verschiedenen Bädern – von der Montage mit Stützen bis zur beleuchteten Nische.
Fünf Ausführungen
Fünf Duschen, ein Aufbau.
Alle Bilder stammen aus ausgeführten Bädern. Zum Vergrößern anklicken.
Ausführung 01
Großformat in Anthrazit
Große Platten müssen beim Kleben gehalten werden, bis der Kleber zieht – dafür stehen die Montagestützen im Bild. Die Nische wird mit der Wasserwaage auf das Fugenraster ausgerichtet, bevor sie geschlossen wird.
Ausführung 02
Sitzbank und Lichtnische
Die Sitzbank ist gemauert und in Naturstein verkleidet. Die Wandnische ist hinterleuchtet – die Zuleitung dafür liegt hinter der Platte und musste vor der Abdichtung gesetzt sein.
Ausführung 03
Helles Format, zwei Nischen
Derselbe Aufbau in Hell: bodengleich, Rinne an der Wand, zwei übereinander gesetzte Nischen im Fugenraster.
Ausführung 04
Dusche mit Glastrennwand
Feste Glastrennwand statt Tür – der Boden läuft darunter durch. Der Punkt, an dem die Scheibe steht, muss vor dem Fliesen feststehen, weil dort keine Fuge liegen darf.
Ausführung 05
Bad in Marmoroptik
Halbhohe Wandverkleidung, bodengleiche Dusche mit Glaswand, Wanne und Doppelwaschtisch – ein Bad, in dem die Dusche Teil der Raumflucht ist und keine eigene Kabine bildet.
Was das Projekt zeigt
Was man später nicht mehr korrigiert.
Eine Nische lässt sich nicht verschieben, eine Rinne nicht drehen, ein Gefälle nicht nachträglich ändern. Alle drei Entscheidungen fallen, bevor die erste Platte klebt.
Deshalb steht am Anfang jeder Dusche eine Planung des Fugenrasters: Wo liegt die erste Fuge, wo endet die letzte Platte, wo sitzen Nische, Armatur und Ablauf darin. Wer diesen Schritt überspringt, sieht das jeden Tag.
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