
Referenzprojekt
Bad mit Terrazzo-Dusche und Holzwaschtisch
Ein Bad, das mit zwei Materialien auskommt: warmes Beige an Wand und Boden, Terrazzooptik in der Dusche. Dazu eine gemauerte Sitzbank, eine freistehende Wanne und ein Doppelwaschtisch auf durchgehender Holzplatte.
Bäder scheitern selten am Material und oft an den Übergängen. Dieses hier ist so gebaut, dass es davon möglichst wenige gibt.
Wand und Boden laufen in einem warmen Beige durch, die Dusche setzt sich in Terrazzooptik ab – das ist der einzige Materialwechsel im Raum. Die Sitzbank in der Dusche ist gemauert und mitgefliest, keine aufgesetzte Konstruktion. Der Ablauf sitzt als Rinne an der Wand, damit der Duschboden in eine Richtung fällt und nicht in vier.
Der Waschtisch ist eine durchgehende Holzplatte mit zwei Aufsatzbecken und Wandarmaturen in Schwarz. Weil die Armaturen aus der Wand kommen, bleibt die Platte frei – das ist eine Entscheidung, die vor dem Fliesen fallen muss, nicht danach.
Das fertige Bad
Drei Bereiche, ein Materialkonzept.
Alle Bilder stammen aus diesem Bad. Zum Vergrößern anklicken.
Bereich 01
Wanne und WC
Die freistehende Wanne steht in einer eigenen Nische, das WC daneben an der Vorwand. Der Handtuchheizkörper sitzt so, dass er die Wanne erreicht, ohne den Zugang zu verstellen.
Bereich 02
Die Dusche
Bodengleich, mit gemauerter Sitzbank und wandbündiger Ablaufrinne. Die Bank ist Teil des Baukörpers und in derselben Terrazzooptik gefliest wie Wand und Boden des Duschbereichs.
Bereich 03
Der Waschtisch
Durchgehende Holzplatte, zwei Aufsatzbecken, Wandarmaturen. Die Anschlüsse liegen hinter der Fliese – gesetzt, bevor die erste Platte an die Wand kam.
Was das Projekt zeigt
Warum wenige Materialien schwerer sind als viele.
Ein Bad mit vier Fliesen kaschiert Ungenauigkeiten – jeder Wechsel verdeckt einen Anschluss. Ein Bad mit zwei Materialien kann das nicht.
Hier läuft dieselbe Fläche über Wand, Boden, Nische und Sitzbank. Jede Kante ist sichtbar, jede Fuge muss fluchten, jede Gehrung sitzen. Die Arbeit steckt nicht im Material, sondern in der Vorbereitung: Untergrund, Abdichtung, Leitungsführung und Fugenraster müssen stimmen, bevor geklebt wird.
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