Fertig gefliestes Bad mit halbhoher Wandverkleidung im Großformat

Referenzprojekt

Bad im Großformat – halbhohe Wandverkleidung

Große Platten haben wenige Fugen – und genau deshalb fällt jede einzelne auf. In diesem Bad läuft die Fuge über Ecken, Laibungen und eine freistehende Vorwand durch.

Projektart
Bad, Fliesenarbeiten
Leistungen
Untergrundvorbereitung, Abdichtung, Fliesenarbeiten
Formate
Großformat halbhoch an Wand, durchgehend am Boden
Besonderheit
Fensterbank auf Gehrung, eingearbeitete Revisionsklappe

Die Wandfliese läuft hier halbhoch um den Raum, darüber bleibt die Wand weiß. Diese Oberkante ist die einzige durchgehende Horizontale im Bad – sie muss waagerecht bleiben, auch über die freistehende Vorwand hinweg.

Großformat heißt: wenige Fugen, dafür keine Toleranz. Jede Fuge, die es gibt, muss über Innenecken, Außenkanten und die Fensterlaibung fluchten. Wo sie das nicht täte, sähe man es sofort, weil die Flächen drumherum leer sind.

Alles, was später gebraucht wird, sitzt in diesem Raster: Anschlussdosen, die Revisionsklappe für die Installation, die Fensterbank. Die Bilder zeigen den Zustand direkt nach den Fliesenarbeiten, vor der Sanitärmontage.

Nach den Fliesenarbeiten

Drei Abschnitte, eine durchgehende Linie.

Alle Bilder stammen aus diesem Bad. Zum Vergrößern anklicken.

Abschnitt 01

Die halbhohe Fläche

Wandfliese bis auf Brusthöhe, darüber weiß. Die Oberkante läuft durch den ganzen Raum – über die Fensterwand, um die Innenecken und um die freistehende Vorwand herum.

Abschnitt 02

Ecken, Kanten, Anschlüsse

An den Innenecken läuft die Fuge durch, an der Fensterbank steht eine Gehrung statt einer Schnittkante. Die Revisionsklappe ist mit derselben Platte belegt und verschwindet in der Fläche.

Abschnitt 03

Fertige Flächen

Boden und Wand im selben Format, der Duschbereich vorbereitet für die Montage. Ab hier übernehmen Sanitär und Elektro.

Was das Projekt zeigt

Warum wenige Fugen mehr Arbeit sind.

Bei kleinem Format verteilt sich eine Ungenauigkeit auf viele Fugen und fällt nicht auf. Bei Großformat gibt es diese Verteilung nicht: Was an der ersten Platte schiefläuft, steht am Ende der Wand als sichtbarer Versatz.

Deshalb wird zuerst das Raster festgelegt – wo die erste Fuge liegt, wie die Ecken aufgehen, wo Dosen und Klappe hineinpassen. Das Verlegen selbst ist danach der kürzere Teil.

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